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       »Inhalt einer Taucherapotheke
       »Seekrank, Fluch oder Segen
      
»Schluss mit durstig
       »JO JO Tauchen
 


Taucherapotheke
(Dr. Martin Rhomberg, Leiter der Med. Komm. des TSVÖ)

 

Aufgrund der gesetzlichen Lage ist es mir nicht gestattet, Nicht-Mediziner zum Verabreichen von Medikamenten anzuregen, da es bei falscher Indikationsstellung oder bei allergischen Reaktionen zu schweren Zwischenfällen kommen kann. Da ich bei Ausbildungen immer wieder auf dieses Thema angesprochen werde, gebe ich hiermit lediglich einen Einblick in meine persönliche Taucherapotheke, um die generellen Möglichkeiten von tauchspezifischen Behandlungen aufzuzeigen:

  • Betaisodona: desinfizierende Lösung bei Wunden

  • sterile Kochsalztupfer

  • elastische Binden

  • Kompressionsbinden

  • Diclobene Tabletten: gegen Schmerzen, Entzündungen, Schwellungen (Barotrauma)

  • Vibrocil-, Otrivin- Nasentropfen: lokal abschwellend

  • Otosporin Ohrentropfen: bei Entzündungen des äußeren Gehörgangs

  • Normison Ohrentropfen: zur Wiederherstellung des normalen Säure-Basen-Haushalts im äußeren Gehörgang bei wiederholten Tauchgängen, vor allem in den Tropen

  • Clavamox-, Vibramycin Tabletten: Antibiotika gegen bakterielle Entzündungen

  • Mexalen Tabletten: gegen Fieber, Kopfschmerz

  • Enterobene Tabletten: bei Durchfall

  • Echnatol B6 Dragees: gegen Seekrankheit

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Tauchen und Seekrankheit, Fluch oder Segen

 (Dr. Thomas Zeller     »Website)
 


Leider gehöre ich auch zu jenen bedauernswerten Tauch-Kreaturen die sich zwangsweise in die Reihe der Fisch-Liebhaber einordnen müssen, indem Sie ihr mühsam verstautes Frühstück unmittelbar nach Beginn einer Seereise an diese liebenswerten Bewohner der Meere spontan weitergeben müssen.

Einerseits passt die Tätigkeit, die man in gebückter Haltung über der Bordwand (natürlich im Lee des Schiffes) ausübt, so überhaupt nicht zum Image eines rauen Seebären und alle Versicherungen an die Crew, Admiral Nelson wäre auch nicht seefest gewesen, lösen allenfalls ein mitleidiges Lächeln aus.

Anders bei manchen weiblichen Tauchmitgliedern, bei denen dieser bedauerliche Zustand mütterliche Pflegegefühle auslöst. Aber auch die gut gemeinten „verbalen“ Streicheleinheiten polieren das Image des Soft-Tauchers nicht auf und lassen so noch lange keinen kantigen Abenteurer, Marke Kamel, entstehen.

Wie beim Zahnarzt hilft auch hier nur: Vorbeugen ist besser als bohren. Ich habe daher eine Strategie entwickelt, die helfen soll, die Zusatznahrung für die Fische auf ein Minimum zu reduzieren. In Kenner Kreisen ist sie besser bekannt als die „Mad - Doc - Tom -Strategie“. Sie hilft nicht immer, aber immer öfter.

1. Baue Dein Tauchgerödel immer schon an Land auf und behaupte die Crew habe Dich aufgrund deiner hervorragenden nautischen Kenntnisse zum Helfen beim Auffinden der Tauchspots und beim Ankern verpflichtet.

2. Suche immer die Mitte des Schiffes auf. Setze Dich in Fahrtrichtung, fixiere den Horizont und gebe vor, Du hältst angestrengt nach Unwettern Ausschau.

3. Sobald der Tauchspot erreicht ist, bist Du natürlich der Erste von Bord um die Strömung zu checken und nach Haien Ausschau zu halten. Ferner müssen die Anfänger natürlich Hilfestellung beim Sprung ins Wasser erhalten.

4. Das gleiche gilt nach dem Tauchgang: Du machst den längsten Sicherheitsstop (in 5 Metern Wassertiefe ist es natürlich ruhiger) und hilfst den Damen vom Wasser aus an Bord. Ganz Gentleman, natürlich.

5. Wieder an Bord, nimmst Du sogleich wieder Deinen Platz in der Mitte des Bootes ein und starrst wiederum in Fahrtrichtung nach dem Hafen. Du hast ja schließlich den Adlerblick.

Helfen alle diese Verhaltensregeln nicht weiter, wird es schwerer, denn die meisten der Präparate gegen Seekrankheit haben sog. zentrale Nebenwirkungen, die sich mit dem Tauchen nicht vereinbaren lassen. Diese zentralen Nebenwirkungen können aus Müdigkeit, Seestörungen oder sogar Koordinationsstörungen bestehen. Also kann nach der Einnahme solcher zentral wirksamen Medikamente (zu denen unter anderem auch Antiallergika gehören können!) die Ausübung des Tauchsportes unter Umständen gefährlich sein.

Auch der Kaugummi der in der Apotheke erhältlich ist und speziell gegen Seekrankheit entwickelt wurde gehört vor einem Tauchgang nicht in des Tauchers Mund. Ebenso das Pflaster, welches hinter das Ohr geklebt gegen Seekrankheit helfen soll, weist die oben genannten Nebenwirkungen auf. Außerdem ist es nicht mehr im Handel.

Es hilft hier nur Mutter Natur. Das Geheimnis liegt in der Ingwer Wurzel. Es gibt mehrere Präparate mit dem Extrakt aus der Ingwer Wurzel die sehr gut gegen Seekrankheit helfen und keine zentralen Nebenwirkungen aufweisen (siehe unten).

Noch einfacher und billiger geht es mit der Wurzel selber. Hier ein Rezept mit dem seekranke Taucher bei langen Reisen wieder fit gemacht werden können.

Es eignen sich jede Form von Packungssuppen und eine Handvoll Glasnudeln: Suppe heiß machen, mehrere Scheiben geschälte Ingwerwurzeln mit kochen. Anschließend die Glasnudeln mit aufkochen. Dieses Rezept ist rasch auch auf einem Schiff zubereitet und kann auch schon von Übelkeit gebeutelten Tauchern gut verzehrt werden.

Vor Antritt einer längeren Überfahrt oder Reise kann schon am Vorabend so ein Süppchen genossen werden. Morgens dann eine „Ingwer-Pille“ (z.B. Zintona®) und der Tauchgang ist gerettet.

Auch die homöopathische Apotheke kann unter Umständen ein Mittel gegen Seekrankheit bereithalten: Cocculus D12 3x5 Globuli pro Tag helfen in manchen Fällen sehr gut.

Was auch noch gut gegen die Seekrankheit helfen soll, sind die „Sea-bands“, die manche Outdoor-Hersteller anbieten.

Medizinmänner, die in der Chinesischen Akupunktur versiert sind, haben noch eine weitere Form der Therapie zur Hand, wenn die See rau werden sollte. Es gibt einige Akupunktur-Punkte am Ohr die hervorragend gegen Seekrankheit helfen.

Am einfachsten ist es jedoch den Gott alles Leiblichen, Lukull, zu bemühen, sich mit einer gehörigen Menge Ingwer-Wurzeln auszustatten und in der Reisevorbereitung einige Gerichte mit diesem schmackhaften Gewürz zurechtzulegen, die sich einfach zubereiten lassen. Mit Lukull, Zintona, Cocculus und Doc Zellers Strategie wird auch ein rauer Trip zu den Brothers zu einem unvergesslichen Erlebnis ohne Fischfütterung. Pech für die Fische.....

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Schluss mit durstig,  seröses übers Trinken ...
(Jochen Schmitz Dipl oec. troph INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V. 3.02 / 4.03)
 

Richtiges Trinken ist ein entscheidender Faktor für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden beim Tauchen. Nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit leidet unter Flüssigkeitsmangel, sondern auch die mentale Fitness, die besonders bei Aktivitäten wichtig ist, bei denen Beweglichkeit und Koordination gefordert sind.

Der Mensch ist kein Kamel, seine Flüssigkeitsspeicher sind begrenzt. Deshalb muss er, und insbesondere der Taucher, viel trinken. Wasser reguliert die Körpertemperatur und spült Giftstoffe aus dem Organismus. Es hält das Blut dünnflüssig, und versorgt so die Muskelzellen mit den notwendigen Nährstoffen und Sauerstoff. Der Spruch: "Wenn der Durst kommt, ist es zu spät", gilt auch für Taucher. Durst ist ein Warnsignal des Körpers und weist auf einen bereits bestehenden Flüssigkeitsmangel hin. Die Schweißverluste können bei hohen Außentemperatur bis zu 2,5 l pro Stunde betragen. Zum Ausgleich der Verluste sind Mineralwasser mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1 – oder Fruchtsaftschorlen mit diesem Mineralwasser gut geeignet. Spezielle Sportgetränke können – müssen aber nicht sein. Bis zu einen Liter Getränk kann der Körper pro Stunde über Magen und Darm aufnehmen. Wird ein Flüssigkeitsdefizit nicht ausgeglichen, spürt man die Folgen schnell. Schon bei Flüssigkeitsverlusten von zwei bis drei Prozent des Körpergewichtes sinkt die physische Leistung, bei einem Gewicht von 80 Kilo entspricht das etwa zwei Litern. Doch nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt durch Flüssigkeitsmangel ab, auch die geistige Leistung verschlechtert sich. Die Konzentration lässt nach, das Gehirn brennt auf Sparflamme. Im Rahmen der Rosbacher Trinkstudie konnte eindrucksvoll nachgewiesen werden, dass unter den Medizinstudenten der Universität Erlangen-Nürnberg diejenigen die besten Abiturnoten hatten, die am meisten getrunken hatten.

Besser denkt, wer richtig und ausreichend trinkt.

Der empfohlene Richtwert für den individuellen Getränkebedarf beträgt etwa ein Milliliter Flüssigkeitsverlust pro Kilokalorien Energieverbrauch. Bei einer Tour de France - Bergetappe, bei der die Radprofis 6000 Kalorien verbrennen, müssten demnach sechs Liter Flüssigkeit aufgenommen werden. Tatsächlich trinken die Profis diese Menge, weil sie sich der Folgen der Dehydrierung bewusst sind. Hobbytaucher, Kinder und besonders alte Menschen decken ihren Bedarf meist nur unzureichend. Sie benötigen mindestens 1,5 bis 2,0 Liter pro Tag, über den Tag verteilt. Doch selbst diese geringere Flüssigkeitsmenge täglich aufzunehmen, muss man wieder (er)lernen. Meist wird durch Stress oder soziale Abhängigkeitsstrukturen zuwenig getrunken und die Flüssigkeit fehlt, besonders beim Tauchen. Der Durstmechanismus ist kein effektiver Helfer. Häufig wird das Durstgefühl nicht wahrgenommen oder unterdrückt. Die Folge: Ein Flüssigkeitsmangel, den man oft nicht einmal 24 Stunden nach der Belastung ausgeglichen hat. Deshalb der Tipp: Wiegen Sie sich vor und nach dem Tauchen - die Gewichtsdifferenz in Kilogramm entspricht ungefähr dem Flüssigkeitsverlust in Litern. Mindestens 75 Prozent dieser Menge sollten Sie in den ersten zwölf Stunden nach einem Tauchgang wieder aufnehmen. Dabei muss man sich das regelmäßige Trinken im Tagesablauf fest einplanen, fast aufzwingen oder idealer Weise die Uhr danach stellen. Wenn der erste Morgenurin nach einer Belastung wieder farblos ist, stimmt die Wasserbilanz des Körpers.

Deshalb: Trinken bevor der Durst kommt!

Flüssigkeitsdefizite beeinflussen körperliche und geistige Leistungsfähigkeit

Im Rahmen des 40. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Potsdam stellte das Institut für Sporternährung e.V. die Ergebnisse der Rosbacher Trinkstudien vor.
Flüssigkeitsdefizite haben bedeutsame Folgen für nahezu alle Bevölkerungsgruppen, beispielsweise in Beruf, Schule oder beim Sport. Der Einfluss von Flüssigkeitsmangel
auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit bei verschiedenen Personengruppen wurde in den vier Teilstudien der Rosbacher Trinkstudie untersucht.
Im ersten Teil erfolgte eine Befragung von Studenten zu ihrem Trinkverhalten während ihrer Abiturzeit. Es zeigte sich, dass die Schüler mit besonders guten Noten auch am meisten getrunken hatten. Dass bei Flüssigkeitsmangel Informationsaufnahme und –verarbeitung sowie der Wissenserwerb sinken und das Interesse am Alltagsgeschehen abnimmt, belegt die zweite Studie. Im dritten und vierten Teil wurde bei Medizinstudenten und Grundschülern der Zusammenhang von Trinkgewohnheiten und Lernleistung geprüft. Es konnte dargestellt werden, dass die Aufmerksamkeit durch das Trinken während Lernveranstaltungen gesteigert wird. Des Weiteren zeigten sich Mängel in der Kenntnis über die Wichtigkeit des Trinkens und der Versorgung mit Flüssigkeit während einer Lernveranstaltung.

Die in diesen Studien gewonnen Ergebnisse spiegeln wieder, welche große Bedeutung die regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme hat und dass in vielen Bereichen noch Informationsbedarf zu diesem Thema besteht.
Über den Tag verteilt sollten mindesten 2 Liter Flüssigkeit aufgenommen werden, zuzüglich des Ausgleichs der Flüssigkeitsverluste durch Schwitzen (Hitze, Sport). Hierzu empfehlenswerte Getränke sind u.a. mineralstoffreiche Mineralwässer, Frucht- und Gemüsesaftschorlen, Erfrischungsgetränke und alkoholfreies Bier.

Weitere Informationen zum Thema Trinken können Sie gegen Euro 1,53 in Briefmarken für das Rückporto beim Institut für Sporternährung e.V., Stichwort: Schluss mit durstig - Tauchen, - In der Aue,  61231 Bad Nauheim,  anfordern.

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RAUF UND RUNTER  -  JO JO
(Dieser Bericht stammt aus TAUCHEN Juni 2001-11-02  In mühevoller Kleinarbeit getippt von Hans Lettner)
 

Jeder lernt es in der Ausbildung:
       Das ständige Wechseln der Tiefe , das "JOJO Profil" soll beim Tauchen vermieden werden.

Das dass auch im Zeitalter der Tauchcomputer gilt und wo beim "auf und ab" die Gefahren liegen, erklärt Dr. Claus Martin Muth-Tauchsportarzt

Irgendwann hat es wahrscheinlich jeder schon gemacht: Während des eigentlichen Aufstiegs am Riff wird doch noch einmal tiefer getaucht, um noch etwas anzuschauen oder ein Photo zu schießen.
Der erste JOJO Tauchgang !

Wehgetan hat’s nicht , also was soll so Schlimmes schon dran sein ??
Ein solches Tauchprofil, mit Tiefenänderungen nach oben und nach unten, birgt immer spezifische Risiken und Gefahren, die man unbedingt vermeiden sollte, weil auch der Tauchcomputer kann viele Vorgänge nicht mit einkalkulieren !!
Rein schematisch kann ein Tauchgang in drei Phasen eingeteilt werden, nämlich der KOMPRESSIONSPHASE also der Phase der Druckzunahme beim Abtauchen, der ISOPRESSIONSPHASE, bei der der Druck mehr oder minder beständig oder gleichbleibend ist und der DEKOMPRESSIONSPHASE bei der der Druck abnimmt.

Diese Einteilung stammt noch aus den Zeiten der frühen Berufstaucher, die streng ein Rechteck Profil tauchten.
Für ein solches Profil stimmt die Phaseneinteilung ganz exakt.
Während der Kompression und der Isopression nimmt der Körper vermehrt Stickstoff auf und speichert ihn in den Körpergeweben. Da nicht jedes Gewebe gleich stark durchblutet ist und es und es auch Unterschiede in der Stickstofflöslichkeit gibt, sättigen sich die Gewebe nicht gleichmäßig auf, sondern während ein Gewebe schon komplett gesättigt ist, kann ein anderes noch erhebliche Mengen Stickstoff aufnehmen.
Nimmt dann während der Dekompression der Umgebungsdruck ab, wird der vermehrt aufgenommene Stickstoff wieder freigesetzt. Auch bei der Entsättigung gibt es deutliche Unter schiede zwischen den Geweben.
Bei den Tauch-und Dekompressionstabellen wird insgesamt von einem Rechteckprofil ausgegangen, wobei den Tauchern empfohlen wird, die Bodenzeit nicht völlig auszureizen.
Auch moderne Rechner gehen noch immer von Rechtecktauchgängen aus, nur mit dem Unterschied, das ein Tauchgang in eine Vielzahl kleiner Rechtecktauchgänge unterteilt wird. Dies macht es zwar einerseits möglich, dass auch Multi-Level-Tauchgänge berechnet werden können, ändert aber andererseits nichts an dem zugrunde liegenden Problem der JOJO Tauchprofile.
Wo liegen diese Probleme?
Bei jeder Druckzunahme kommt es also zu einer Aufsättigung des Körpers mit Stickstoff, bei jeder Druckabnahme zu einer zumindest teilweisen Entsättigung. Das weis jedes Taucherkind. Da die Auf- und Entsättigungen aber nicht völlig gleichförmig verlaufen, ist das tatsächliche Geschehen im Körper nach ein paar mal Hin und Her kaum noch vorauszusagen. Das hat zur Folge, dass die mathematische Berechnung des Geschehens zum Alptraum und somit das Rechenergebnis trotz funktionierendem Rechner zunehmend ungenau wird. Die Wahrscheinlichkeit dass ein dekompressionsbedingtes Problem entstehen kann, steig also an. Und es kommt noch schlimmer. Wie inzwischen bekannt, ist es auch bei normaler, unauffälliger Dekompression nicht ungewöhnlich, wenn als Folge der Entsättigung kleine Gasbläschen im Blut entstehen. Diese gelten, wenn eine bestimmte kritische Größe und Anzahl nicht überschritten wird als ungefährlich.
Sind diese Gasbläschen aber einmal vorhanden, werden sie bei einem erneuten Ab oder deutlichem Tiefertauchen zum größten Teilmechanisch kleiner gedrückt. Während also nur ein Teil in Lösung geht, bleiben viele Gasbläschen verkleinert im Blut vorhanden.
Wird der Umgebungsdruck nun wieder reduziert, wie es beim Auftauchen der Fall ist, so wachsen auch diese Gasbläschen wieder an.
Da aber wegen der erneuten Aufsättigung durchs Tiefertauchen weiteres Gas freigesetzt wird und sich dieses deutlich leichter zu Blasen sammeln kann, wenn schon Blasen vorhanden sind, kommt es zu einem verstärkten Wachsen der Gasblasen. Wie gesagt: Bis zu einer gewissen kritischen Menge und Größe werden Gasbläschen im Körper wahrscheinlich symptomlos vertragen, doch mit jedem Rauf-Runter-Rauf nähert sich jeder Taucher dieser Grenze an.


VERHALTENSREGELN FÜR TAUCHER:


Vermeide häufige Tiefenänderungen während des Tauchens

Suche die größte geplante Tiefe des Tauchgangs ziemlich zu Beginn auf, werde danach eher flacher

Tauche nach dem Flacherwerden nicht wieder tiefer

Verbringe wenn möglich das Ende des Tauchgangs längere Zeit im bereich von 10 Metern oder flacher. Hier ist nicht nur das Riff bunter und die Fische am buntesten, sondern du entsättigst auch einen Teil deines Gewebes.

Niemals die Möglichkeiten deines Computers ausreizen- Immer auf der sicheren Seite bleiben

Lege immer einen Sicherheitsstopp ein. Dieser sollte im 5 Meter Bereich gemacht werden:
Sicherheitsstopps sind genauso in 3 Metern durchzuführen jedoch etwas schwieriger (leere Flasche, Wellengang, Strömung etc.)

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siehe dazu auch:  »Tauchhandbuch     »Sprechstunde