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Urlaub in Südafrika vom 1.5. bis 23.5.2008
„Die ganze Welt in einem Land - Südafrika“ erlebten Claudia und ich vom 1.5.
- 23.5.2008.
Südafrika ist ein Land mit einer langen turbulenten Geschichte und einer
faszinierenden Gegenwart. Massenarbeitslosigkeit, Armut, Kriminalität und
die Apartheid verbinden viele Europäer mit diesem Land. Doch bei einem
Besuch in diesem Land wird man rasch eines besseren belehrt und dort beginnt
auch unsere Geschichte.
Von München ging es mit der South African Airways nach Johannesburg, wo wir
leider vergebens auf unser Gepäck warteten. Da wir im Krügerpark etwas
vorgebucht hatten, brachen wir ohne unser Gepäck mit unserem Mietwagen in
Richtung Osten auf.

Unsere erste Etappe führte uns über die Panoramaroute zum Blyde-River
Canyon. Einer herrlich zerklüfteten Canyonlandschaft mit tollen
Wasserfällen, bizarren Gesteinsauswaschungen und tollen Weitblicken.
Nachdem
unsere Ausrüstung für den Busch komplett war (endlich erhielten wir unsere
heiß ersehnten Koffer), brachen wir für 5 Tage in den Krüger Nationalpark
auf, um die BIG 5 zu sehen (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard). 3,5
Tage unternahmen wir einen Wilderness-Trail, bei dem man in einer kleinen
Gruppe den Park zu Fuß erkundet. Unser Quartier schlugen wir in einem
Buschcamp auf, das von einem 1m hohen „unüberwindbaren„ Zaun begrenzt war.
Wir schliefen in Holzhütten. Bei unseren Streifzügen mit zwei bewaffneten
Rangern begegneten wir einem Elefant und Nashorn hautnah. Weitere zwei Tage
waren wir mit unserem Mietauto im Park unterwegs. Wir begegneten Elefanten
in verschiedensten Gruppenstärken. Angefangen von einer Herde mit ca. 30-40
Tieren bis zu einsamen Bullen. Ist schon ein Nervenkitzel in einem kleinen
Mietwagen inmitten einer Riesenherde Elefanten, aber auch ein einsamer
grantiger Bulle hat uns mit seinem Getue ordentlich Respekt eingeflößt.
Giraffen, Buffalos, Rhinos, Hippos, Affen, Zebras, … Sie haben unseren Weg
zigmal gekreuzt einzig die Groß-Katzen blieben uns verwehrt. Der Krügerpark
war für uns ein tolles Erlebnis, besonders auch der überwältigende
Sternenhimmel.
Nach unserer beeindruckenden Zeit im Krügerpark führte uns unser Weg weiter
durch das Königreich Swaziland. Das unabhängige Königreich ist reich an
kulturellem Erbe und natürlichen Schönheiten. Die Swazis sind sehr
selbstbewusst und stolz. Sie leben einfach und schlicht mit ihren Familien
in ihren Lehmhütten.
Unser nächster Stopp war Ortschaft St. Lucia am Indischen Ocean. Bei einer
Bootstour im Flussdelta konnten wir Hippos, Krokodile und jagende Seeadler
aus nächster Nähe beobachten.

Die nächsten Tage verbrachten wir im Hluhluwe-Imfolozi Park sprich
Schlu-Schlu-We Imfolozi Park. Hier begegneten wir wieder Elefanten, Rhinos
und Büffeln. Bei einem geführten Nightdrive stießen wir auf eine riesige
Büffelherde, Elefanten, Rhinos und Hyänen. An Land hatten wir nun schon so
viele Tiere beobachten.
Nun war es an der Zeit die Unterwasserwelt von SA zu erkunden. In Shelly
Beach hatte ich TG an den Protea Banks eingeplant. hier gibt es Haie mit
Garantie. Schon der wilde Ritt mit dem Speedboot über die tosende Brandung
war die Reise wert. Der TG selbst war recht typisch für diesen Spot. Bei
starker Strömung konnten wir die Hälfte des TG im Drift genießen und dabei
die im Sand schlafenden Gitarrenhaie, Sandtigerhaie und einen Adlerrochen
beobachten.
Von Durban ging es mit dem Flugzeug nach Port Elizabeth, dem Ausgangspunkt
für den zweiten Teil unserer Reise.
Unser erstes Ziel war der Addo Nationalpark, der berühmt für seine Elefanten
ist. Allerdings hätte auch hier die Möglichkeit auf die BIG 5 bestanden, für
uns leider nur theoretisch. Leider blieben uns der Löwe und Leopard wieder
versagt.
Wir ließen die Parks hinter uns und machten uns auf den Weg zu einsamen
Küstenstreifen und kilometerlangen Sandstränden. Wir unternahmen tolle
Wanderungen und Spaziergänge. Bei einem unserer Streifzüge am Strand hatten
wir großes Glück. Wir konnten einen Southern Right Whale beobachten. Wir
waren so fasziniert von ihm und beobachteten den Meeresriesen fast 1,5
Stunden. Eine Zeit lang wurde er von einer Schule Delphine, die wie Surfer
in den Wellen reiteten, begleitet.
Wir hatten den südlichsten Punkt Cape Agulhaus hinter uns gelassen und wir
näherten uns Cape Town. Wir nisteten uns bei einem deutschsprachigen
B&B-Besitzer in Gordons Bay ein und verbrachten in seiner Cloud No.9 die
letzten sechs Nächte unseres tollen Urlaubs. Gordons Bay war ein idealer
Ausgangspunkt für unsere täglichen Ausflüge. Wir besuchten zweimal das Kap
der guten Hoffnung. Jedes Mal präsentierte es sich von einer anderen Seite.
Am Montag unserer letzten Urlaubswoche stand mein absolutes Highlight am
Programm: Haikäfigtauchen mit dem großen weißen Hai in Gansbaai. Wir hatten
riesengroßes Glück. Bei unserem Trip sahen wir 13 weiße Haie. Die Tage vor
unserer Ausfahrt und auch nachher waren nicht besonders geeignet für
Haibeobachtungen. Das Gefühl einem Weißen Aug in Aug gegenüber zu sein lässt
sich in Worten nicht fassen.
Am letzten Tag unserer Reise zeigte sich das Wetter von seiner schönsten
Seite und wir konnten doch noch den Tafelberg einen Besuch abstatten. Am
Tafelberg genossen wir einen gigantischen Sonnenuntergang über Kapstadt.
Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen von dem vermitteln, was wir in diesem
faszinierenden Land erlebt und gesehen haben.
Mike
»Bilder
Teilnehmer:
Claudia und Mike
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